Blauer Engel – Ein Zeichen für den Umweltschutz

Blauer Engel Siegel auf Evercolor Recyclingpapier in unterschiedlichen Farben

Ein gutes Papier ist für uns die gelungene Kombination aus nachhaltiger Produktion und bester Qualität. Im Blogartikel FSC und PEFC – Zertifikate für nachhaltiges Holz haben wir Euch die beiden Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft schon vorgestellt. Heute steht der Pionier der Umweltsiegel im Mittelpunkt: Das Umweltzeichen Blauer Engel.

1978 wurde das Umweltzeichen Blauer Engel vom Bundesinnenminister und den Umweltministern der Länder ins Leben gerufen. Es war das erste Siegel seiner Art und wurde in den kommenden Jahrzehnten Vorbild für zahlreiche internationale Umweltzeichen. So auch für das Global Ecolabelling Network, dem der Blaue Engel auch angehört.

Neben einem allgemeinen Label wird der Blaue Engel mit jeweils eigenen Prüfkriterien in zahlreichen Produktsparten vergeben und die Anbieter umweltfreundlicher Produkte mit einem spezifischen Label ausgezeichnet.

Eine Umweltbewusstseinsstudie hat ergeben, dass 92 % der Befragten das Umweltzeichen Blauer Engel kennen. Für 37 % hat die Zertifizierung Einfluss auf die Kaufentscheidung. Hersteller, Händler und Dienstleister nutzen das Umweltzeichen auch als werbewirksamen Marktvorteil. Die freiwillige Kennzeichnung der Produkte greift durch die Regeln der Vergabe den gesetzlichen Bestimmungen zum Umweltschutz vor und bringt damit die teilnehmenden Unternehmen in die Vorreiterrolle.

Das Umweltzeichen Blauer Engel ist Vorbild für die Norm ISO 14024, ein internationaler Standard für neue Umweltzeichen.

Die Vergabe des Umweltzeichens Blauer Engel

Hersteller und Anbieter von umweltfreundlichen Produkten können sich für die Nutzung des Umweltzeichens bewerben. Die vom Umweltbundesamt beauftragte RAL gGmbH prüft dann anhand strenger Kriterien und vergibt das Zertifikat nach Vorlage bei der Jury, die das letzte Wort bei der Vergabe hat.

Die Jury besteht aus Vertretern von Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Wissenschaft, Medien, Kirchen, Kommunen und Bundesländern.
Die Nutzung des Siegels und die gleichbleibende Qualität der Produkte werden jährlich vom Bundesumweltamt geprüft.

Heute im Mittelpunkt: Das Umweltzeichen Blauer Engel. Die Kombination aus nachhaltiger Produktion und bester Qualität macht für uns ein gutes Papier aus.

Nach Abgabe einer einmaligen Zahlung für die Prüfung zur Vergabe und einem jährlichen Betrag, der sich nach dem erwirtschafteten Umsatz des Produktes richtet, kann der Hersteller oder Händler das Umweltzeichen für seinen Artikel nutzen und für Werbezwecke einsetzen.

Papierprodukte mit dem Umweltzeichen Blauer Engel

Leitlinie für die Vergabe im Bereich der Papierprodukte ist die Nutzung von Altpapier als Faserrohstoff für die Papiere oder daraus gewonnene Produkte.
Die Vergabegrundlage RAL-UZ14 beschreibt die Regeln für Papiere und Papiererzeugnisse wie Briefumschläge, Versandtaschen, Schulhefte sowie -blöcke, Kalender, aber auch Druck- und Presse-Erzeugnisse.

Um mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet zu werden, muss ein Papier aus 100 % Altpapier bestehen. Für Papiererzeugnisse ist eine Toleranz von fünf Prozent zulässig.

Der Antragsteller gibt dabei auch die Herkunft des Altpapiers an, welches sich in fünf Gruppen aufteilt:

  1. Untere Sorten, darunter Karton und Verpackungsmaterial, Illustrierte und Zeitungen.
  2. Mittlere Sorten wie sortiertes Büroaltpapier, weiße Späne mit leichtem Andruck, weiße Bücher und beschichteter Karton.
  3. Bessere Sorten wie hellbunte Druckspäne mit mindestens 50 % holzfreiem Druckpapier, weiße Büropapiere, Akten und Endlosformulare.
  4. Krafthaltige Sorten wie Wellpappe, Kraftpapier sowie genutzte und ungenutzte Kraftpapiersäcke.
  5. Sondersorten wie Verpackungen, Getränkekartons, nassfeste Etikettenpapiere.

Darüber hinaus soll der Gehalt an DIPN (Diisopropylnaphtalin) im Papier so gering wie möglich sein. Dieses Lösungsmittel für Farbstoffe kann zum Beispiel durch Deinking (Druckfarbenentfernung) aus den Fasern ausgeschleust werden. Der DIPN-Gehalt im Fertigpapier sollte maximal 50 mg/kg betragen.

Weiter dürfen keine optischen Aufheller oder Farbstoffe eingesetzt werden, die Verbindungen aus Blei, Quecksilber, Cadmium oder Chrom enthalten. Natürlich müssen die Hersteller auch auf Farbmittel, Veredelungen sowie Beschichtungen verzichten, die als krebserregende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Stoffe eingestuft sind.

Auch der Verzicht auf chlorhaltige Aufheller, Biozide und mineralölhaltige Additive wird durch RAL anhand von Materialproben in einer Thermoextraktion geprüft.

Die Kriterien für die Produktgruppen werden vom Amt etwa alle 3 – 4 Jahre auf Ihre Aktualität geprüft.

Wem das noch nicht detailliert genug ist, der kann auf der Website zum Umweltzeichen Blauer Engel genauere Infos bekommen und auch die Prüfkriterien der einzelnen Produktgruppen einsehen.

Papier mit dem Blauen Engel

Bei Papier Direkt bieten wir mehrere Papiersorten an, die das Umweltzeichen Blauer Engel tragen.

DCP Green ist ein weißes Premium Druckpapier, das unter Einhaltung höchster Umweltstandards von Clairefontaine in Frankreich produziert wird. Es besteht aus 100 % Recyclingmaterial und trägt das Siegel Blauer Engel sowie das EU-Ecolabel und ist als FSC® Recycled Qualität zertifiziert.

Heute im Mittelpunkt: Das Umweltzeichen Blauer Engel. Die Kombination aus nachhaltiger Produktion und bester Qualität macht für uns ein gutes Papier aus.

Evercolor hingegen bietet ein ansprechendes Farbsortiment in schönen Druckpapierfarben. Die glatten Druckpapiere mit guten Laufeigenschaften tauchen auch regelmäßig in unserer Produktauswahl auf, wenn es um die Color Palette des Monats geht. Evercolor zeigt, dass die Entscheidung für Recyclingpapier und Farbe kein fauler Kompromiss ist, sondern hochwertige, farbige Papiere hervorbringt.

Mit der Information zu den Umweltzeichen Blauer Engel, aber auch FSC® und PEFC, wollen wir Euch helfen, das passende Papier für Eure Ideen zu finden. Teilt Eure Erfahrungen mit Recyclingpapieren und Umweltzeichen gerne mit uns und kommentiert diesen Beitrag.

Diesen Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert